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Gesundheit durch Harmonie

Die chinesische Medizin besitzt eine lange Tradition. Das Zusammenspiel aus Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Ernährungskunde, Bewegungslehre und Tuina-Massage hat auch hierzulande viele Anhänger gefunden. Die Wurzeln der chinesischen Medizin reichen rund 6000 Jahre zurück. In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schufen Mediziner der Volksrepublik China während der Kulturrevolution eine einfachere umsetzbare "Kurzversion" ihrer traditionsreichen Volksheilkunde. Die WHO prägte dafür den Begriff Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Seit den 70er-Jahren erobert die TCM den Westen.


Fünf Säulen der TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin basiert zum Einen auf der Yin-Yang-Theorie, zum Anderen auf der Lehre von den fünf Wandlungsphasen. Diese beiden logischen Systeme entwickelten die alten Chinesen, um alle konkreten und abstrakten Dinge einordnen zu können. Bezogen auf den Körper gingen sie davon aus, dass ein Mensch gesund ist, wenn seine Lebensenergie Qi ungehindert durch den ganzen Körper fliessen kann. Wird die Lebensenergie jedoch am freien Fluss gehindert, können Krankheiten entstehen. Die Ursachen von Beschwerden werden durch eine umfassende Diagnose ermittelt. Ziel der Behandlung ist es, dass die Energie wieder frei fliessen kann.

Fünf Therapiemethoden kommen dafür in Betracht:

Die Akupunktur ist in der Schweiz am bekanntesten, sie wirkt - ebenso wie die Akupressur und die Moxibustion - an den Punkten, wo die Lebensenergie Qi dicht unter der Haut fliesst.

Die chinesische Kräutertherapie ist in China das häufigste therapeutische Verfahren der chinesischen Medizin.

Zur Selbsttherapie geeignet sind die Grundsätze der chinesischen Diätetik.

Die Bewegungslehren Qi Gong und Tai Chi können Krankheiten vorbeugen.

Die fünfte Säule der TCM bildet die Tuina-Massage. Die Tuina kombiniert hochwirksame Massage- und Grifftechniken mit der Kenntnis über Akupunkturpunkte und Leitbahnen und manualtherapeutische Manöver.

Yin & Yang - Vereinigung der Gegensätze


Die chinesische Medizin basiert auf der Jahrtausende alten chinesischen Philosophie des Taoismus, in der das Wissen um das Tao eine wichtige Rolle spielt: Als Tao bezeichnen die Chinesen das Eine, das Allumfassende, das Prinzip, das der Welt zu Grunde liegt. Es ist die innere Gesetzmässigkeit, die die Natur ordnet, symbolisiert durch den Kreis, eine Linie ohne Anfang und Ende.

Als die alten Chinesen versuchten, sich den Wechsel von Tag und Nacht, von Helligkeit und Dunkelheit, Ebbe und Flut zu erklären, entwickelten sie das Yin-Yang-System. Denn ihrer Meinung nach beruhte das ganze Sein - das Tao - auf Gegensätzen, die klar zu unterscheiden sind, sich aber doch ergänzen:

Yin bedeutete ursprünglich die schattige Seite eines Hügels. Damit werden Qualitäten wie Dunkelheit, Kälte, Ruhe, Passivität und Weiblichkeit verbunden.

Yang entstand aus dem Zeichen für die sonnige Seite eines Hügels. Entsprechende Qualitäten sind Licht, Wärme, Stress, Aktivität und Männlichkeit.

Auch die Lehre von den fünf Wandlungsphasen entstand aus der Überlegung, alle Erscheinungen in ein logisches System einzuordnen. Die Vorbilder für die fünf Wandlungsphasen stammen aus der Natur: Sie werden als Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser bezeichnet und lassen sich in einem Kreismodell einordnen. Alles, was es in der Natur gibt, kann man diesen Kategorien zuordnen: So beginnt das Leben mit der Geburt (Holz), dann folgen Wachstum (Feuer), Blütezeit (Erde) und Reife (Metall), schliesslich endet es mit dem Tod (Wasser).

Aber auch die einzelnen Organe, die Körperteile, die Sinnesorgane, die Geschmacksrichtungen und die Gefühle können in dieses System eingeordnet werden und bilden so die Basis für Diagnose und Behandlung nach den Grundsätzen der chinesischen Medizin.

Meridiane - Alles im Fluss?

In der chinesischen Medizin geht man davon aus, dass Leitbahnen den ganzen Körper durchziehen. Diese so genannten Meridiane sind eigenständige Kanäle oder Wege, unabhängig von den Blutbahnen und den Nerven. In ihnen fliesst die Lebenskraft Qi, die Energie und Nährstoffe zu den verschiedenen Organen transportiert. Wenn man also in der chinesischen Medizin von der "Lunge" oder dem "Magen" spricht, ist damit nicht nur das Organ gemeint, sondern der damit zusammenhängende Meridian.

Insgesamt gibt es zwölf Meridiane, die nach einem Organ benannt sind. Hinzu kommen acht Sondermeridiane.

In der chinesischen Medizin gilt, dass der Mensch krank werden kann, wenn der Energiefluss über eine lange Zeit hinweg gestört ist:

Möglicherweise ist in einem Organ nicht genügend Lebensenergie vorhanden, in diesem Fall spricht man von einem Qi-Mangel. Wenn das Qi blockiert ist und nicht mehr frei durch den Körper fliessen kann, handelt es sich um eine Qi-Depression bzw. Qi-Stagnation. Es kommt aber auch vor, dass das Qi in die falsche Richtung fliesst. So kann die Ursache für Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft z. B. "gegenläufiges Magen-Qi" lauten.

Gleichgewicht der Energien - Krankheitsursachen

Ein gesunder Körper kann kurzfristige Störungen im Energiefluss ausgleichen, denn in der chinesischen Medizin ist man überzeugt davon, dass sich die Organe gegenseitig unterstützen. Erst wenn es in einem oder in mehreren Organen über längere Zeit zu viel oder zu wenig Qi gibt und die anderen Organe dieses Ungleichgewicht nicht mehr harmonisieren können, kann es zu Beschwerden kommen.

Ebenso wie ein Schulmediziner wird auch ein Arzt, der in der Traditionellen Chinesischen Medizin ausgebildet ist, nach den Ursachen für eine Erkrankung suchen. Im chinesischen Denken sind verschiedene Faktoren möglich, die eine Krankheit auslösen können:

Die "Sechs bösartigen Einflüsse" werden mit den Begriffen Wind, Kälte, Feuer oder Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit und Sommerhitze beschrieben. Sie wirken von aussen auf den Körper ein oder entstehen innerlich. So zeigt sich "äusserer Wind" z. B. durch Fieber, Schweissausbrüche, plötzliche Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase und einen rauen Hals. Innerer Wind macht sich bemerkbar durch Benommenheit, Ohrensausen, taube Glieder und Zittern. Ein anderes Beispiel: Schmerzen bei der Periode kann "Kälte in der Gebärmutter" auslösen.

Zu den "Sieben Emotionen" gehören Freude, Ärger, Traurigkeit, Kummer, Schwermut, Angst und Furcht - auch sie können Krankheiten hervorrufen, wenn sie lange Zeit fehlen oder im übermass auftreten.

In der chinesischen Medizin ist man davon überzeugt, dass auch die Ernährung, die körperlichen und sexuellen Aktivitäten die Gesundheit beeinflussen - ein Zuviel oder ein Zuwenig schaden auf lange Sicht, angestrebt werden sollte immer ein Gleichgewicht.

Diagnostik - Der Arzt nutzt alle Sinne

Um den Gesundheitszustand eines Patienten beurteilen zu können, setzt die chinesische Medizin keine technischen Geräte ein. Stattdessen nutzen Ärzte und Therapeuten alle ihre Sinne, um die Symptome zu erkennen und Rückschlüsse auf den Zustand der Organe, der Meridiane und der Lebensenergie Qi zu ziehen. Therapeuten der chinesischen Medizin wenden die folgenden vier diagnostischen Methoden an:

Befragen: Der Arzt wird sich nicht nur nach Ihren Beschwerden erkundigen. In dem Gespräch kann es darüber hinaus auch um das Frieren und Schwitzen, die Ernährungsweise, den Appetit und die Verdauung, den Urin und den Stuhlgang gehen, aber auch andere Gewohnheiten wie der Schlaf, die Träume und das sexuelle Verhalten sind wichtig. Alle Ihre Antworten ordnet der Arzt nicht nur in das Yin-Yang-System ein, sondern auch in das System der fünf Wandlungsphasen.

Betrachten: Rückschlüsse auf den Energiefluss lassen sich auch aus der ganzheitlichen Erscheinung, der Bewegung und der Farbe des Gesichts ziehen. Für die Diagnose kann es zudem hilfreich sein, den Schleim und den Speichel anzuschauen. Da man in der chinesischen Medizin davon überzeugt ist, dass die Zunge den Körper widerspiegelt, spielt die Zungendiagnose eine wichtige Rolle: Der Arzt beurteilt Form, Farbe, Dicke und Feuchtigkeit der Zunge und ordnet seine Beobachtungen den verschiedenen Organen zu - die Mitte der Zunge entspricht Milz und Magen, an der Zungenspitze lässt sich die Energie des Herzens und der Lunge ablesen, am unteren Teil erkennt man den Zustand der Nieren, der Blase sowie des Dick- und Dünndarms. Die Ränder der Zunge symbolisieren die Leber und die Gallenblase.

Berühren: Für das Pulsfühlen braucht ein Arzt sehr viel Übung, denn in der Traditionellen Chinesischen Medizin lassen sich 28 verschiedene Pulsqualitäten unterscheiden. Für die Pulsdiagnose legt der Arzt Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf die Arterie am Handgelenk und drückt erst sanft, dann mit mittlerem Druck und schliesslich ziemlich fest.

Betasten: Bei der vierten Untersuchung betastet der Arzt den Körper, die Haut und verschiedene Reizpunkte, um herauszufinden, wie die verschiedenen Körperstellen beschaffen sind.


Die Meridianuhr

Seit Menschengedenken richten sich unser Alltag und unser Leben nach einem bestimmten Zeitplan. Wir waren und sind immer noch vom Wechsel von Tag und Nacht und vom Wechsel der Jahreszeiten abhängig.

Die Meridianuhr der Traditionellen Chinesischen Medizin zeigt in Form einer Sonnenuhr jene 2 Stunden des Tages an, in denen ein Organ am stärksten vom Qi, der Lebensenergie, durchflossen ist. In dem System der 12 Hauptmeridiane zirkuliert Energie, die jeden Meridian einmal in 24 Stunden durchflutet.

Jedes Organ hat im Tagesverlauf eine 2-stündige Hochphase (Maximalzeit) und genau 12 Stunden später eine Tiefphase (Minimalzeit).

Das untenstehende Bild zeigt die Phasen auf einen Blick.



Beschwerden, die gehäuft zu bestimmten Tageszeiten auftreten bzw. zu bestimmten Tageszeiten abgeschwächt sind, können auf eine Beziehung zu den jeweiligen Organen hinweisen.

Verstärken sich Beschwerden während der Maximalzeit eines Organs, spricht man von "Fülle-Beschwerden".

Im umgekehrten Fall spricht man von "Leere-Beschwerden", wenn sich die Beschwerden während der Minimalzeit eines Organs verstärken.


Die Abläufe im Körper

Nach der Lehre der 5 Elemente beginnt die Organuhr morgens um drei Uhr (Maximalzeit der Lunge). Jetzt hat die über Nacht regenerierte Energie die Oberfläche erreicht.

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03:00 - 05:00 UHR Lungen

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03:00 - 04:00 Melatonin wird ausgeschüttet, wichtig für gutes Durchschlafen.
04:00 - 05:00 Blutdruckanstieg

Menschen mit Herzinsuffizienz wachen um diese Zeit auf, weil sie wegen ihres Lungenödems schlecht Luft bekommen.
Asthmaanfälle am häufigsten.
Ferner stellt sich leicht Frösteln ein (Bezug Lunge - Haut).

Die Lunge ist für die Aufnahme von Sauerstoff und dem Qi (Lebensenergie) aus der Luft und für seine Verteilung im Körper zuständig. Wenn wir atmen, beeinflussen wir alle Aktionen und Reaktionen in unserem Körper; bis hin zur Durchblutung und Energieversorgung jeder einzelnen Zelle. Über das Ein- und Ausatmen regulieren wir zudem die Temperatur der Hautoberfläche und so direkt Abwehr und Widerstandskraft. Der Lungen-Meridian darf daher als Wächter und Herrscher des Qi bezeichnet werden.

Des Weiteren reguliert er alle Leitbahnen und alle Blutgefässe. Da wir über den Atem auch die Umgebungsfeuchtigkeit aufnehmen, reguliert dieser Meridian alle Wasserwege und wirkt somit auf Haare, Nägel und natürlich die Nase. Er steuert die natürlichen Körperrhythmen, angefangen vom Atemrhythmus, über die Herzschlagfrequenz bis hin zu unserem Tag- und Nachtrhythmus.

Er überwacht das Zulassen von Kontakt (Berührung). Aus diesem Grund wird unsere Haut, das grösste Organ des Menschen, diesem Funktionskreis zugeordnet. Da unsere Haut nicht nur für die Nähe zu Mitmenschen ausschlaggebend ist, sondern auch die "äussere Grenze" unseres Körpers darstellt, gehört die Fähigkeit, Grenzen zu setzen und sich wehren zu können zum Aufgabenbereich dieses Meridians. Sich in seiner Haut wohlen fühlen hat viel damit zu tun, sich geschützt und aufgehoben zu fühlen. Tiefsitzende Ängste äussern sich visuell oft über Hautunreinheiten.

Disharmonien des Lungen-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Asthma, Atemstörungen, Bronchitis, Brustkorbbeschwerden, Erkältungen, Harndrang, Heiserkeit, Hitzegefühl in der Brust, Husten, Kälteabneigung, Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Nackenverspannung, Niesen, Probleme mit Körperbehaarung, Schluckauf, Schulterbeschwerden, Schweissneigung.

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05:00 - 07:00 UHR Dickdarm

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05:00 - 06:00 hoher Testosteronschub (darum sind viele Männer morgens besonders gerne aktiv).
06:00 Kortisol wird ausgeschüttet und weckt den Körper.
07:00 Defäkation (Stuhlgang)

Der Dickdarm ist dem unteren Teil des Verdauungstraktes zugeordnet und ist zuständig für den Transport und die Ausscheidung der unverdaulichen Reststoffe der Nahrung, die wir zu uns nehmen. Sollte der Dickdarm diese Aufgabe nicht ausreichend erfüllen können, bleiben giftige Substanzen im Organismus, die zu chronischen Erkrankungen führen können. Der Dickdarm wird deshalb auch mit den "seelischen Prozessen" des Umwandelns und Ausscheidens in Verbindung gebracht.

Physisch betrachtet, hilft der Dickdarm alles, was wir nicht mehr "benötigen", loszulassen.

Auf emotioneller Ebene gehört dazu u.a., uns von anderen Menschen zu trennen. Bei schmerzhaften oder endgültigen Trennungen hilft ein ausgeglichener Dickdarm-Meridian, über das Erlebnis hinwegzukommen und Erleichterung zu finden.

Die allgegenwärtige körperliche Verstopfung zählt zur Volkskrankheit No. 1 und sie geht oft mit dem Festhalten von negativen Gedanken, von Ängsten und starren Denkmustern einher.

Disharmonien des Dickdarm-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Allergien, Beckenschiefstand, müde Beine, Blähungen und Gasbildung, Brustkorb- und Brustschmerzen (während der Menstruation), Darmstörungen, Dickdarmkrämpfe, Dickdarmentzündung, Durchfall, Erkältungen, Erschöpfungszustände, Gedächtnisschwund (ein blockierter Dickdarm kann die Gedächtnisleistung stark reduzieren), Hämorrhoiden, Knieprobleme, Kreuzschmerzen, Magengeschwüre, Menstruationsbeschwerden, Migräne (aufgrund toxischer Belastungen des Körpers), Mundgeruch, verstopfte Nase, Probleme im Bereich der Nasennebenhöhlen, Probleme mit allen Sinnesorganen, Ruhelosigkeit, Verspannungen, Verstopfung, X- oder O-Beine, Zahnschmerzen

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07:00 - 09:00 UHR Magen

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07:00 - 09:00 Verdauung läuft auf Hochtouren.
08:00 relativ schmerzunempfindlich.
08:00 Hormonproduktion ist angekurbelt.

Daher auch der Spruch: "Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler".

Denn 12 Stunden später (19:00-21:00) befindet sich der Magen in seiner Tiefphase. Die Nahrung wird über Nacht kaum verdaut und man hat morgens keinen Appetit. Deshalb sollte man nach 19.00 nur sehr leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen, ansonsten entstehen Fäulnis und Gärstoffe. Besonders abzuraten ist von Rohkost, da sich über Nacht sog. Fuselalkohole bilden, die die Leber auf Dauer stark schädigen.

Nachdem die Nahrung über den Mund aufgenommen und gekaut wurde, wird sie nach unten in den Verdauungstrakt transportiert. Die Dynamik und Kraft des Magens spielt dabei die wichtigste Rolle. Sollte er nämlich nicht ausgeglichen sein, kann er die Nahrung nicht optimal aufbereiten und weitertransportieren. Aufstossen, Erbrechen, Sodbrennen oder Völlegefühl könnten die Folge sein. Die Hauptaufgabe des Magens gleicht derjeniger der Krähen, Raben und Marabus im Tierreich: es ist der Ort "Verrottens und Reifens".

Unnötig darauf hinzuweisen, dass damit ist nicht nur physische Nahrung gemeint ist! Denn Erfahrungen, Erlebnisse, Liebschaften, etc. dürfen auch als Nahrung bezeichnet werden. Wir können also davon ausgehen, dass der Magen sowohl der Aufnahme von Nahrung als auch von geistigen Eindrücken gilt.

Er hat somit direkt mit der Befriedigung unserer Bedürfnisse zu tun:
Wenn wir bekommen haben, was wir uns wünschen, führt dies automatisch zu Zufriedenheit, und damit zu Ruhe, Sicherheit und Stabilität. Ein gesunder Appetit steht in direktem Zusammenhang mit der Fähigkeit und Bereitschaft, Informationen und Emotionen annehmen zu können. Ist der Magen gesund, sieht die Welt ganz rosig aus. Der Magensaft (etwa 2-3 Liter) bereitet die Nahrung für die Verdauung durch die Darmbakterien vor, indem Eiweisse durch die Enzyme der Magensäure zum Teil schon aufgelöst oder abgebaut werden.

Disharmonien des Magen-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Allergien (in Verbindung mit emotionalen Belastungen), Aufstossen, Blähungen, Blutarmut, Ellbogen- oder Handgelenksprobleme (Brachioradialis), Erschöpfung, eingeschlafene Finger, Genickschmerzen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, trockene Lippen, Migräne, Müdigkeit, entzündete Mundschleimhaut und Mundwinkel, chronische Verspannungen im Nackenbereich, Nebenhöhlenleiden, Oberbauchschmerzen, Pilzbefall, wenig Sauerstoff, Schulterschmerzen, Schwäche, Sodbrennen, Übersäuerung, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, entzündete Wunden, Zähneknirschen in der Nacht (Hinweis auf unbewältigte Probleme wie z.B. Ärger), Zahnfleischbluten und Zyklusstörungen

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09:00 - 11:00 UHR Milz/Pankreas

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09:00 - 10:00 Der Körper ist jetzt sehr widerstandsfähig, beste Zeit für operative Eingriffe, Impfungen oder Röntgen, beschleunigte Wundheilung.

10:00 Körpertemperatur erreicht ihr Maximum.

10:00 - 11:00 geistige Lernfähigkeit (bes. Kurzzeitgedächtnis) am höchsten, gut für Prüfungen.

Die Milz und die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sorgen für die Trennung von Klarem und Trübem. Dieser Prozess bezieht sich nicht nur auf Säfte und Nahrung die zu uns genommen werden, sondern auf alles, was auf unseren Organismus und die Psyche einwirkt. Der Milz-Pankreas-Meridian darf als erste Instanz für Assimilation und Integration angesehen werden. Dieser Meridian ist für die Regulierung des Flüssigkeitsgleichgewichts und für die Umwandlung und Transport der Nahrung äusserst wichtig.

Zudem überwacht er das Blut und den Blutkreislauf, die Muskeln, Arme und Beine und besitzt über die Milz eine enorm wichtige Abwehrfunktion. Der Milz-Pankreas-Meridian entzieht über die vom Magen aufgenommene Nahrung die darin enthaltene Lebensenergie (Qi) und verteilt diese an all die anderen Funktionskreise. Um dies optimal durchzuführen, koordiniert er diese und sorgt so für eine harmonische Gemeinschaft.

Auf emotioneller Ebene betrachtet ist er deshalb dafür zuständig, wie gut wir uns in Gruppen einfügen (Freunde, Bekannte und Familie). Die Milz vereint in Bau und Struktur zwei Organe. Die weisse Pulpa als Innenorgan übernimmt als lymphatisches Organ immunologische Aufgaben. Die rote Pulpa entfernt schädliche Partikel aus dem Blut mittels ihrer Fresszellen (Phagozyten). Sie speichert auch weisse Blutkörperchen und Blutplättchen, welche sie ausschütten kann.

Disharmonien des Milz-Pankreas-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Abgeschlagenheit, Benommenheit, Bindegewebsschwäche, Blutzuckerstörung, Depressionen, Durchblutungsstörungen, Eisenmangel, Ellbogenprobleme, Gefühle unterdrücken, Gemütsschwankungen, schwere und kraftlose Glieder, Neigung zum Grübeln, geistige Schwerfälligkeit, Infektionen, Konzentrationsschwäche Kräfteverfall, Schiefstände im Kreuzbein, überbetont logisch sein, Erkrankungen im Lympfgefässsystem, unregelmässige Menstruation, Übertriebenes Mitleid bzw. Mitgefühl, Müdigkeit, unangenehmer Geschmack im Mund, übertriebenes Nachdenken, Schlafstörungen, schiefe Schulterhaltung, Gefühl der körperlichen Schwere, Skoliose, Speichelmangel, Übelkeit, Übervorsichtig sein, Völlegefühl, Wirbelprobleme.

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11:00 - 13:00 UHR Herz

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11:00 - 13:00 Herz am anfälligsten für einen Infarkt, in dieser Zeit körperliche Belastungen, Stress oder Operationen vermeiden.
12:00 Magen produziert verstärkt Säure (1. Basenflut)
12:00 Konzentrationsfähigkeit sinkt

Dieser Meridian ist für die Funktion und Regulieren des Kreislaufsystems zuständig, denn das Herz schlägt pausenlos und pumpt das Blut durch unseren Körper. Das Herz kommt somit eine zentrale Rolle zu: es ist der Dirigent der Koordination der nach aussen gerichteten Kräfte des Menschen. Dieses Organ gilt als Sitz der persönlichkeitsprägenden Kraft, als Wurzel allen Lebens und verleiht innere Festigkeit und emotionale Harmonie. In der Traditionellen Chinesischen Medizin repräsentiert das Herz den "Thron des Geistes".

Aus Sicht der chinesischen Philosophie widerspiegelt der Geist (Shen) das eigentliche Wesen; das was wir im Grunde genommen wirklich sind. Daher gilt das Herz auch als der Kaiser und oberster Herrscher aller Funktionskreise, ohne dessen ordnende Impulse der Mensch zerrüttet und verwirrt wird, weil seine innere Steuerung auseinander fällt. Das Herz koordiniert das Blut und die Blutgefässe und die Lebensenergie.

Interessant: Das Herz beginnt sich beim Menschen schon in der 3. Woche der Embryonalentwicklung zu bilden! Die traditionellen chinesischen Schriften besagen: "Das starke Herz fördert einen gesunden Körper und ordnet die Gefühlswelt". Des Weiteren heisst es: "Das Herz regiert den Geist!" Fliessen also Herzenergie und Qi harmonisch, wird der Geist ernährt und hilft dem Menschen optimal auf sein Umfeld zu reagieren. Eine gesunde Ausstrahlung findet ihren Ursprung im harmonischen Fluss des Herz-Qi.

Disharmonien des Herz-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Angst, Ängstlichkeit, Beziehungsprobleme, Blässe, Blutdruckschwankungen, Brustkorbschmerzen, Brustschmerzen, Überempfindlichkeit der Haut, Herzenge, Herzflimmern, Herzklopfen, Herzschmerzen, allgemeines Kältegefühl, Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Schmerzen im Schulter und Ellbogengelenk, Nachtschweiss, Schweiss, Schwindel, Sprachprobleme, Unruhe, Willensschwäche und Zahnfleischbluten.

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13:00 - 15:00 UHR Dünndarm

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13:00 Mittagstief, Blut wird für die Verdauung benötigt, wer jetzt Sport treibt, beeinträchtigt seine Verdauung.
13:00 - 14:00 Gallensäurenproduktion
13:00 - 14:00 Körper ist jetzt sehr elastisch.
14:00 Blutdruck und Hormonspiegel niedrig.
14:00 - 15:00 Schmerzempfindung reduziert

Der Dünndarm ist der längste Teil des Verdauungskanals und gliedert sich in den Zwölffinger-Darm, den Leer-Darm und den Krumm-Darm. Der gesamte Dünndarm ist der Hauptort der Verdauung und Aufnahme der Nahrungsbestandteile (Eiweissstoffe, Fette, Kohlenhydrate, Salze, Vitamine und Wasser). Er wacht sozusagen über der Trennung von "Reinem" und "Unreinem". Auf der gedanklichen Ebene ist er ebenfalls für die "Aufnahme" und die "Verdauung" zuständig.

Vergessen Sie nicht, dass im Dünndarm täglich zirka neun Liter Flüssigkeit resorbiert werden, wobei davon rund 1,5 Liter aus der Nahrung bzw. der getrunkenen Flüssigkeit stammen. Der Dünndarm trennt die vom Magen transportiere Nahrung; ebenso wie er die von aussen einströmenden Bilder und Gedanken aufnimmt und in das was uns gut tut und das was uns schadet trennt. Er unterscheidet so das für uns "Brauchbare" von dem, was wir nicht verarbeiten können, und nimmt somit eine wichtige Beurteilung vor, bevor sich die eigentliche Verarbeitung durch die Milz abwickelt. So wie der Dünndarm Nahrung und geistige Eindrücke sortiert, so analysiert er alle Sinneswahrnehmungen. Auch wenn es für Sie unmöglich erscheinen mag: Das Potential, aus einem Gewirr von Geräuschen verständliche Sätze herauszuhören und feine Details und scharfe Umrisse aus verwirrenden Mustern zu erkennen, verdanken wir der Fähigkeit des Dünndarm.

Disharmonien des Dünndarm-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Atembeschwerden, unruhige Augäpfel, starke Ausdünstungen, Darmkrämpfe, Doppelkinn, Durchfall, Einschlafstörungen, Entzündung im Bereich des Dünndarms, Hüft- und Knieprobleme, Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Ohrprobleme, Rückenschmerzen, Schmerzen im Verlauf des Meridians (Handgelenke, Ellenbogen, Schultern, Schweissfüsse, Unruhe, Hals- und Nackenschmerzen) und Verdauungsbeschwerden.

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15:00 - 17:00 UHR Harnblase

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15:00 Mittagstief ist überstanden, man fühlt sich energiegeladen
15:00 - 16:00 Langzeitgedächtnis hat Hochphase
16:00 Blutdruck und Kreislauf erreichen ihr 2. Maximum. Urinausscheidung besonders hoch.

Auf dem Blasenmeridian befinden alle sogenannten Zustimmungspunkte. Es handelt sich dabei um Akupunktur- und Akupressurpunkte, die jeweils mit einem Organ oder einer Funktionsgruppe in Verbindung stehen. Wie die "Alarmpunkte", so zeigen auch sie eventuelle Störungen in den betreffenden Organen oder innerhalb seines Energiestroms an. Die Präsenz der Zustimmungspunkte auf dem Blasenmeridian wird damit erklärt, dass jede Krankheit mit einer Überladung des Organismus durch Giftstoffe einhergeht.

Giftstoffe werden normalerweise über die Blase ausgeschieden. Der Blasenmeridian stimuliert die Nierenfunktion und reguliert die Ausscheidung des von den Nieren produzierten Urins. Auf diesem Meridian sind körperliche und seelische Spannungszustände nachweisbar: Er reagiert empfindlich auf emotionellen Druck, beeinflusst unsere Willenskraft und unterstützt uns bei der Umsetzung konkreter Vorhaben.

Je stärker die Energie dieses Meridians, desto grösser ist unsere Fähigkeit, das eigene Leben "im Griff zu haben" und unsere eigenen Ziele und Wünsche verwirklichen zu können. Die Inuit in Alaska glaubten, dass der Sitz der Seele in der Blase sei. Deshalb werden übers Jahr die Blasen von erlegten Robben gesammelt. Einmal jährlich werden diese künstlerisch verziert und beim Blasenfest dem Meer zurückgeben, so dass sich neue Tiere aus ihnen bilden können die dann im kommenden Jahr gejagt werden.

Disharmonien des Blasen-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Arthritis, Blasenschwäche, Blasenprobleme, knackende Finger, Fuss- und Knöchelprobleme, entzündete Fussballen, Fussfehlstellungen, Harnleiterprobleme, Hämorrhoiden, hormonelle Störungen, Kieferhöhlenentzündungen, eingeschränkte Sinneswahrnehmungen im Kopfbereich, Seitneigung des Kopfes, Kopfschmerzen, Körperhaltungsprobleme, Prostata-Beschwerden, Rheuma, Rückenverspannungen, Schulter- und Ellbogenprobleme, Unterleibsprobleme, Probleme im Wasserhaushalt, Krümmung der Wirbelsäule.

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17:00 - 19:00 UHR Nieren

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17:00 Steigerung von Vitalität und Stoffwechsel.
17:00 - 18:00 Nieren filtern verstärkt.
17:00 - 18:00 Magen produziert verstärkt Säure (2. Basenflut).
Kräutertees wirken jetzt besonders gut.

Die Nieren regeln den Wasserhaushalt des Körpers und filtern giftige Substanzen. Zudem reinigen sie unaufhörlich die enormen Blutmengen, die durch sie fliessen. In der chinesischen Medizin werden die Nieren als Sitz der angeborenen Konstitution bezeichnet. Die chinesischen Schriften bezeichnen die Nieren als "Wurzel des Lebens". Dadurch dass dieses Organpaar die Lebenseindrücke speichern können, sind sie wichtig für die Geburt, Entwicklung und Reifung des Menschen.

Da die Nieren das Qi (Lebensenergie) des Menschen verwalten, sind sie dafür verantwortlich, wie viel Ausdauer und Energie (physisch und psychisch) das einzelne Individuum besitzt. Menschen mit hoher Nierenenergie werden nur sehr selten krank und verfügen über viel Kraft, um gesteckte Ziele erreichen zu können.

Die Nieren haben zudem eine direkte Beziehung zu den Sexualfunktionen, denn sie erzeugen die Fortpflanzungsenergie. Über den Nierenmeridian kann der gesamte Stoffwechsel beeinflusst werden. Da die chinesische Medizin davon ausgeht, dass sich die Nieren ins Ohr öffnen, können auch Ohrenleiden über den Nierenmeridian behandelt werden. Furcht und Angst sind die Emotionen, die dem Funktionskreis Nieren zugeordnet sind und ihn am meisten schwächen.

Disharmonien des Nieren-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Akne, Ängstlichkeit, Atembeschwerden, dunkle Ringe unter den Augen, Beziehungsprobleme, hoher Blutdruck, Depressionen, Ekzeme, schmerzhafte Fusssohlen, Fuss- und Knöchelprobleme, bleiche Gesichtsfarbe, gynäkologische Erkrankungen, Herzprobleme, Impotenz, Kälteempfindlichkeit, Druck in den Kniekehlen, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Leichtsinn, Lustlosigkeit, Nierenprobleme, Ödeme, Ohrinfektionen, Schulterschiefstand, Schulterschmerzen, verschwommene Sicht, Probleme im Sprunggelenk, Schweissausbrüche nach Mahlzeiten, Schreckhaftigkeit, Schwellungen, Schwerhörigkeit, Schwindelgefühl, sexuelle Probleme, Übermut, Verstimmung, Verstopfung, häufiges nächtliches oder zu reichliches Wasserlassen sowie Schmerzen in der unteren Wirbelsäule.

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19:00 - 21:00 UHR Herzkreislauf (Sexus)

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19:00 Blutdruck und Puls werden heruntergefahren.
20:00 - 21:00 Antibiotika und Allergiemittel werden besonders gut aufgenommen.
Phase der Erholung und Entspannung der Hauptorgane, bei Störungen treten Depressionen auf.

Dieser Meridian ist der Beschützer des Herzens vor schädlichen Einflüssen. Ein harmonischer Energiefluss in diesem Meridian wirkt sich positiv auf den Kreislauf und die Funktion der Hormondrüsen aus. Sein Name "Wächter des Herzens" trifft es exakt auf den Punkt. Bei den Frauen steuert er das Helfer-Syndrom und die Beziehung zum Partner, beim Mann die Beziehung zur Mutter. Man kann diesen Meridian als direkten Untergebenen des Herzens bezeichnen: er hat grossen Einfluss auf das Charisma eines Menschen.

Des Weiteren steuert er die Libido, das sexuelle Interesse, unsere soziale Ader, die Kontaktfähigkeit, Selbstsicherheit, Durchblutung und Hormone. Eine seiner Aufgaben bestseht darin, für Vergnügen und Entspannung zu sorgen. Er beeinflusst Bedürfnisse physischer Art wie Nahrung, aber auch Erotik, Freude, Genuss, Geselligkeit, Zärtlichkeit und "banale" Dinge wie Kleidung und Schmuck.

Wie bereits erwähnt, ist eine seiner wichtigsten Aufgaben dem Schutz des Herzens vor äusseren Angriffen gewidmet und -wie sein Name aussagt- die Stabilisierung des Kreislaufs, der notwendig ist, um uns am Leben zu erhalten und dieses Leben auch geniessen zu können. Der Kreislauf-Sexus-Merdian ist zudem wichtig für eine gute Körperhaltung. Verspannungen im Körper können sich auf der emotionellen Basis gründen, dass es uns nicht gelingt, Erlebnisse der Vergangenheit loszulassen.

Disharmonien des Kreislauf-Sexus-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Angina pectoris, rote Augen, Beckendrehung, Beinlängendifferenz, Blutdruckstörung, Brust- oder Brustkorbschmerzen, Depression, Probleme mit Geschlechtsorganen, Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, Herzklopfen, Herzschmerzen, Hohlkreuz, hormonelle Störungen, Ischiasschmerzen, Kreislaufstörungen, Menstruationskrämpfe, Nervosität, Neurosen, Potenzprobleme, Prostataprobleme, Schlafstörung, Schulterverspannungen, Taubheitsgefühl und Prickeln in den Beinen, Tennisellbogen, X oder O-Beine.

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21:00 - 23:00 UHR Dreifacherwärmer

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21:00 Verdauungsorgane gehen in die Erholungsphase über.
22:00 - 23:00 Immunsystem sehr aktiv,
Regeneration der Hormondrüsen, gute Zeit zum Meditieren (Drüsenzentren und Chakren besonders aktiv).

Dem Dreifach-Erwärmer-Meridian wird direkt keinem Organ zugeordnet. Es handelt sich um einen Meridian, der drei Funktionen steuert: Der obere Erwärmer (Jiao-Shang) erwärmt die Lungen und das Herz, der untere Erwärmer (Jiao-Xiao) reguliert die Leber, die Nieren, den Dünn- und Dickdarm sowie die Blase, während dem der mittlere Erwärmer (Jiao-Zhong) Magen und Milz beeinflusst. Die Funktionen des San-Jiao, wie der Dreifach-Erwärmer-Meridian genannt wird, beziehen sich auf die Aktivität des inneren Qi(Lebensenergie).

Vergleichbar einem Tunnel, durch den Wasser, Säfte und Nahrung transportiert werden: Der obere Erwärmer kontrolliert Atmung, der mittlere Erwärmer Verdauung und der untere Erwärmer Ausscheidung. Des Weiteren kontrolliert dieser Meridian den Geist und die inneren Organe, unterstützt das Lymphsystem und regelt die Körpertemperatur. Zudem wirkt er regulierend auf das autonome Nervensystems.

Man kann ihn als "Meridian der Hoffnung" bezeichnen. Er ist dazu da, Energie anzusammeln und im Körper "gerecht" zu verteilen. Fliesst seine Energie optimal und ungehindert, offeriert sie uns Freude, Erfüllung, inneres Gleichgewicht, Grossmut und Güte. Der Dreifach-Erwärmer repräsentiert auch den "äusseren Grenzwärter", ähnlich der Palastgarde oder dem Majordomus, die die Privatgemächer des Kaisers gegen äussere Angriffe verteitigt. Eine weitere Bezeichnung wäre: innerer Botschafter für soziale Angelegenheiten.

Disharmonien des Dreifacher Erwärmer-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Achillessehnenprobleme, Allergien, Asthma, Augen- und Ohren-Schmerzen, Bauch- bzw. Unterleibsschmerzen, Beckenrotationen, niedriger Blutdruck, niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglycämie), Handgelenk- und Ellbogenbeschwerden, Hormonstörungen, Knie- und Hüftgelenksprobleme, Infektionsanfälligkeit, Instabilität im Kniebereich, erhöhter Insulinspiegel (Hyperinsulinismus), Krämpfe, Morgenmüdigkeit, trockener Mund, Myome im Bauchbereich, Nebennierenstörungen, Nesselausschläge, Rückgratschmerzen in Herzhöhe, Schilddrüsenprobleme, Temperaturempfindlichkeit, Tinitus, Verdauungsstörungen, Wetterfühligkeit, X- oder O-Beine, Zahnfleischprobleme, Störungen im Zuckerspiegel, Zysten im Bauchbereich.

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23:00 - 01:00 UHR Gallenblase

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23:00 Kortisol-Ausschüttung wird heruntergefahren, Körper beginnt sich zu entspannen.
23:00 - 24:00 Vitalfunktionen wie Blutdruck, Herzfrequenz und Temperatur werden gesenkt, der Stoffwechsel ist träge.
24:00 - 01:00 Haut regeneriert (hohe Teilungsrate der Zellen), gesteigerte Schreckhaftigkeit.
Zeit der Gallenkoliken

Die Gallenblase dient der Speicherung und Eindickung der von der Leber produzierten Galle, die wiederum zur Verdauung von Fetten im Darm benötigt wird. Die Galle speichert und konzentriert Gallenflüssigkeit und scheidet sie in den Dünndarm aus, nachdem die Nahrung den Magen passiert hat.

In der chinesischen Medizin repräsentiert der Gallenblasen-Meridian -der in Symbiose mit dem Leber-Meridian steht- die Fähigkeit, klare und schnelle Entscheidungen treffen zu können.

Damit direkt verbunden sind deshalb die eigene Entschlusskraft und die Bereitschaft, Wagnisse einzugehen. Die beiden Attribute Kreativität und Mut werden durch ihn direkt gesteuert: sich trauen und nach eigenen Impulsen und Ideen zu handeln, anstatt blindlings der grossen Masse zu folgen und sich dann darüber ärgern. Der Gallenblase ist verantwortlich für unsere Selbstentfaltung und Individualität.

Auf physischer Ebene betrachtet, beeinflusst der Gallenblasen-Meridian das Thema Flexibilität, indem er die Geschmeidigkeit und Stärke der Bänder und Sehnen reguliert. Aufgrund seiner emotionellen Verbindungen, wird er auch als Meridian der Verehrung bezeichnet. Optimal stimuliert hilft er, mit Toleranz, Liebe und Bewunderung das Leben zu meistern. Er ist dazu da, Wertschätzung sich selbst gegenüber und den anderen gegenüber zu erweisen; und dies auf allen Ebenen des Bewusstseins.

Disharmonien des Gallenblasen-Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Appetitmangel, Augenbeschwerden, Entscheidungsschwäche, inneres Frösteln, sich in einer Situation gefangen fühlen (sowohl Privat als bei der Arbeit), Gelbsucht, Hautausschläge, Koliken, Knieschmerzen, Migräne und Kopfschmerzen die wie Band um Kopf gespannt sind (aufgrund falscher Ernährung, fettem Essen oder Schadstoffen), Müdigkeit, Ohrgeräusche, Reizbarkeit, Sehstörungen, Übelkeit, Überempfindlichkeit, Verstopfung, Wankelmut, Wut, Zorn, Beschwerden bei Zugluft.

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01:00 - 03:00 UHR Leber

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01:00 - 02:00 Leistungsfähigkeit auf dem Tiefpunkt.
02:00 - 03:00 Kälte wird stärker wahrgenommen
02:00 - 03:00 Haut schmerzunempfindlicher, grosse Entgiftungsphase der Leber
Patienten mit Leberproblemen und/oder Migräne (oft durch schwache Leber verursacht) wachen in dieser Zeit häufig auf.

Die Leber sorgt für die Blutversorgung des aktiven Bewegungsapparates (Bänder, Gelenke, Muskeln und Sehnen). Sie verteilt das Qi (Lebensenergie) und das Blut in alle Teile des Körpers und hat eine zentrale Bedeutung im Verdauungsapparat. Das Blut, das die Nährstoffe von den Verdauungsorganen aufnimmt, gelangt zuerst zur Leber, wo es entgiftet wird. Die Leber gilt als "Oberbefehlshaber" oder "General", der die Instanz für Antrieb und Dynamik ist und der für die Fähigkeit steht, Pläne zu machen.

Haben Sie gewusst, dass die Leber ungefähr 360 bekannte Funktionen hat. Sie baut unter anderem Eiweiss und Fett ab, stellt Enzyme her und bildet die Gallenflüssigkeit bzw. Gallensäure, scheidet Gifte aus, wirkt bei der Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels mit, speichert Glykogen und wandelt es bei Bedarf in Glukose um. Der Lebermeridian öffnet die Augen und wirkt auf die Funktionen des Nervensystems.

Ein harmonischer Fluss zeigt sich in einem Gefühl von Entspannung, von Lösung, Fliessen, Harmonie und dem Willen der zu sein, der man wirklich ist. Emotionale Probleme sind die häufigste -wenn nicht gar die einzige- Ursache für Leber-Qi-Stagnation. Wie später erwähnt, führt ein Zustand der Frustration, des unterdrückten Zorns oder des Grolls über längere Zeit häufig zu einer Behinderung der Lebensenergie-Zirkulation. Das Qi blockiert sich; was daraus letztlich als Leber-Qi-Stau resultiert.

Disharmonien des Leber -Meridians können folgende Symptome hervorrufen: Alkoholsucht, Ängste, Antriebslosigkeit, Ärger, Augenprobleme, Brechreiz, depressive Verstimmungen, Durchfall, fahles Aussehen, Frauenbäuchlein (Überforderung der Leber), Frustration, Hautprobleme, Hodenbruch, schmerzhafte Menstruation, Migräne, Prämenstruelles Syndrom, Nervosität, Pedanterie, Reizbarkeit, Rheuma, Schluckbeschwerden, Schulterprobleme, Stoffwechselstörungen, Übelkeit.


Gesund leben im Einklang mit der Natur

Ein jahreszeitlich angepasster Rhythmus von Schlafen und Wachen, Ruhen und Aktivität, unterstützt durch körperliche Übungen, sorgt für ein langes und gesundes Leben.

Übersicht 5 Elemente und ihre Zuordnungen:

Kategorien HOLZ FEUER ERDE METALL WASSER
Saison Frühling Sommer Spätsommer Herbst Winter
Himmelsrichtungen Osten Süden Mitte Westen Norden
Farben grün rot gelb weiss schwarz
Geschmack sauer bitter süss scharf salzig
Wetter Wind Hitze Feuchtigkeit Trockenheit Kälte
Entwicklungsstadium Geburt Wachstum Umwandlung Ernte Lagerung
YIN / YANG Schwaches Yang starkes Yang Mitte schwaches Yin starkes Yin
Yin-Organe Leber Herz Milz Lungen Nieren
Yang-Organe Galle Dünndarm Magen Dickdarm Harnblase
Sinnesorgane Augen Zunge Mund Nase Ohren
Gewebe Sehnen Adern Muskeln Haut Knochen
Emotionen Zorn Freude Schwermut Trauer Angst


Im Frühling Leber und Galle stärken

Derzeit arbeiten laut der Traditionellen Chinesischen Medizin Leber und Galle auf Hochtouren, um Schlacken und Schadstoffe, die sich im Winter angesammelt haben können, zu entsorgen.

Der Funktionskreis der Leber ist dafür zuständig, die Energien, die durch die Verdauung der aufgenommenen Nahrung entstanden sind, im Körper zu verteilen. Er hat die Funktion, die Flüssigkeiten im Körper zu zirkulieren, genauso wie im Frühling die Säfte wieder in den Bäumen und Sträuchern fliessen. Dabei muss er mit dem Funktionskreis der Gallenblase zusammenarbeiten, den man als Ventil sehen kann, das den Lauf der Leberenergie kontrolliert.

Die Chinesische Medizin unterscheidet krankhafte Zustände immer danach, ob es sich um eine Fülle oder eine Leere der Energien handelt. Wenn der Funktionskreis der Leber in Fülle ist, kommt Unruhe auf. Die vorantreibende Energie ist (zu) stark, die Gedanken sind immer wieder mit Neuem beschäftigt. Wenn die Umwelt da nicht mitspielt, kann schnell Ungeduld entstehen. Wie das junge Grün in der Natur zum Himmel strebt, so steigt auch im Menschen die Energie auf. Das führt leicht zu einem roten Kopf oder zu Kopfschmerzen. Wir sind dann nervös und verlieren etwas den Boden unter den Füssen. Die Energie des Funktionskreises Leber kann sich auch stürmisch erheben wie der Wind im Frühjahr und im Extremfall zu einem Schlaganfall führen. Wenn der Funktionskreis der Gallenblase zu sehr in Fülle ist, dominiert er die Leberenergie und hindert sie an der freien Entfaltung. Das Ventil öffnet sich nicht zur rechten Zeit. Dann stagniert der freie Fluss der kreativen Energien und auch der Säfteverteilung im Menschen.

Die betroffene Person fühlt sich dann unter Druck, was oft auf den Magen schlägt und die Verdauung behindert. Da die Entfaltung gehemmt ist kann es zu starken Stimmungsschwankungen kommen bis hin zur Depression. Durch den Druck, den der Kampf der Leber gegen die Gallenblase erzeugt, entsteht Hitze im Körper, die zu geröteten Augen und Schwitzen bei gleichzeitig kalten Händen und Füssen führen kann. Hier findet der Kampf mehr im Inneren statt als beim Managertyp, die aufgestauten Energien können sich jedoch auch sehr heftig Luft verschaffen.

Viel Grünes essen
Saures und Erfrischendes im Sinn der TCM tun Leber- und Gallenmeridian-Organen gut. Rettich, Radieschen, Kresse, Pfefferminztee, Salbei und Sonnenblumenkerne entspannen die Leber. Petersilie reinigt die Leber von Schadstoffen. Dinkel, Weizen, Grünkern, Hühnerfleisch, Ente, grünes Gemüse und Sprossen stärken.

Die Leber kontrolliert z.B. die Augen, den Muskeltonus, die Sehnen, Finger- und Zehennägel. Bindehautentzündung der Augen kann aus TCM-Sicht ihre Ursache in einer Störung des Funktionskreislaufes der Leber haben. Genauso wie brüchige Nägel oder Muskelverspannungen. Emotionen wie Ärger, negativer Stress, unterdrückte Wut, Zorn, Gereiztheit, Frustration sowie Alkohol und scharfe Gewürze können die Leberkraft stören.

Blockaden oder Störungen des Gallenblasenmeridians können Hüftgelenksprobleme, Ischiasschmerzen, Hexenschuss, Migräne etc. begünstigen. Hier ist Akupunktmassage sehr hilfreich. Ist die Leber schwach, leidet die Kreativität, ist die Galle schwach, leidet die Entscheidungskraft. Die Leber mag auch keinen Druck, sie liebt Entspannung und Freiraum. Menschen mit angespannter Leber reagieren oft mit Gereiztheit und Wut auf alle, die ihnen zu nahe kommen oder sie einengen wollen. Bewegung draussen bringt auch stagnierende Leberkraft wieder in Bewegung. Die innere Einstellung ist beim Sport wichtig, wenn wir uns beschwingt, frei und voller Lust bewegen, wirkt sich dies positiv auf alle unsere Zellen aus.

Im Frühjahr besonders auf den Wind achten, denn am Gallenblasenmeridian am Hinterkopf liegen die sogenannten Windtore, durch die der Wind eintritt und zu Nackensteifigkeit und Kopfschmerz führen kann.

Im Sommer Herz stärken

Im Sommer ist die Krankheit oft durch "Sommerhitze" und häufig auch durch Feuchtigkeit charakterisiert. Nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin ist der Sommer vor allem für das Herz gefährlich. Denn an den langen Tagen schläft der Mensch weniger und ist aktiver. Dieser höhere Energieverbrauch bedeutet, dass der Stoffwechsel angekurbelt wird; man schwitzt, und das Herz wird stärker belastet. Nach chinesischer Vorstellung können Sie das Herz mit scharf gewürzten, sauren und süssen Gerichte unterstützen.

Übungen zur Regulierung des Qi und zur Unterstützung der Herzfunktion:
Sitzen Sie in aufrechter Position. Lassen Sie die Arme zwischen den Oberschenkeln hängen. Atmen Sie gleichmässig. Schliessen Sie die Hände zur Faust und atmen Sie währenddessen aus. Atmen Sie ein, wenn Sie die Hände wieder locker lassen. Wiederholen Sie die Übung sechsmal ohne Unterbrechung. Diese Übung reguliert das Qi und den Blutfluss. Durch den Faustschluss werden von den Fingern die so genannten Laogon-Punkte im Zentrum der Handflächen massiert, die das Herz in seiner Tätigkeit unterstützen.

Im Herbst Lungen stärken

Im Herbst wird das Wetter wieder kühler, viele Menschen fangen sich in dieser Zeit eine Erkältung ein. Nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin ist im Herbst das Qi der Lunge besonders gefährdet. Die Lunge kontrolliert die Zerstreuung und das Absinken vom Qi. Sie regiert das Qi und die Atmung. Externe Pathogene attackieren die Lunge via Nase und Haut (Erkältungsanfälligkeit). Innere Trockenheit entsteht z. B. durch Trauer.

Trockenheit bewirkt, dass das Lungen-Qi verstopft und sich nicht ausbreiten kann. Die Absenkung des Qi ist gestört, weshalb sich das Qi in umgekehrte Richtung nach oben bewegt. Entsprechende Krankheitssymptome wären Husten, Atemgeräusch oder Atemnot. Lungenkrankheiten beinhalten häufig eine chronische Schleimproblematik (Schleim wird in der Mitte produziert, aber in der Lunge gespeichert).

Als Gegenmassnahme wird empfohlen, ausreichend warme Kleidung zu tragen. Jetzt sollten Sie früher zu Bett gehen.

Im Vergleich zum Sommer sollte im Herbst folgendes auf den Tisch kommen:
1. mehr warme Gerichte
2. weniger scharfe Gewürze als im Sommer
3. eine ausreichende Menge an Flüssigkeit, z. B. als Suppe oder grüner Tee

Atemübung zur Unterstützung des Lungen-Qi:
Setzen oder stellen Sie sich aufrecht vor ein geöffnetes Fenster. Atmen Sie langsam durch die Nase ein, bis Sie das Gefühl haben, die Lungen sind vollständig gefüllt. Atmen Sie dann langsam aus und formen Sie dabei den Laut "sh-h". Wenn Sie die Luft vollständig ausgeatmet haben, beginnen Sie wieder mit dem Einatmen. Diese Übung sollten Sie 24- bis 36-mal wiederholen und den ganzen Herbst über täglich ausführen. Die Atemübung wirkt durch die Stärkung des Lungen-Qi vorbeugend gegen Erkältungen. Auch bereits bestehender Husten kann so gelindert werden.

Im Winter Nieren-Qi stärken

Im Winter schaltet der Organismus auf Sparflamme. Besonders älteren Menschen und solchen mit schwacher Konstitution macht die Kälte zu schaffen. Nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Ursache dafür ein Mangel an Yang-Energie. Die Nieren sind die Quelle der Yang- Energie. Dieses Organ ist nach chinesischer Vorstellung auch die Quelle des Lebens und unter anderem verantwortlich für die Fortpflanzungsfunktion.

Aufgrund dieser zentralen Bedeutung hängt der Gesundheitszustand des ganz massgeblich davon ab, ob die Nieren stark oder schwach sind. Bei einem Yang-Mangel treten Symptome wie Frieren, kalte Hände und Füsse und Rückenschmerzen durch Zugluft auf. Um diese zu verhindern, sollten Sie im Winter auch vorbeugend das Nieren-Qi stärken.

Auch diesbezüglich spielt der Schlafrhythmus wieder eine wichtige Rolle. Im Winter sind die Tage kurz und die Nächte lang. Daher sollten Sie ebenfalls ein bisschen früher zu Bett gehen und am Morgen etwas später aufstehen.

So können Sie das Nieren-Qi mit der Ernährung unterstützen:
1. Nehmen Sie im Winter kalorienreiche Speisen zu sich.
2. Besonders wärmend für die Nieren sind Hammeleintopf, Hühnersuppe und Entenfleisch.

Übung zur Unterstützung des Nieren-Qi:
Entspannen Sie sich und setzen Sie sich mit schulterbreit geöffneten Beinen gerade auf einen Stuhl. Heben Sie die Hände langsam bis zu den Ohren, wobei die Finger nach oben deuten sollen. Setzen Sie diese Bewegung fort, bis die Hände über dem Kopf liegen. Dann bringen Sie die Hände in die Ausgangsstellung zurück. Wiederholen Sie die Armbewegung viermal und führen Sie diese Übung viermal pro Tag aus. Wenn Sie die Hände heben, sollten Sie einatmen, beim Senken der Arme sollten Sie ausatmen. Versuchen Sie doch selbst einmal, ob Ihnen diese praktischen, auf jahrtausendealten Erfahrungen begründeten Ratschläge eine Hilfe sind. Denn auch hier gilt der Grundsatz: Vorbeugen ist besser als Heilen.


Erkältungskrankheiten - Mit Akupunktur Immunsystem stärken

Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin sind Kälte, Wind, Trockenheit, Feuchtigkeit und Hitze sogenannte äussere pathogene Faktoren und können Auslöser für Erkältungskrankheiten sein. Sie können uns das ganze Jahr über befallen. Hochsaison sind aber Frühling, Herbst und vor allem der Winter. Bei einem gesunden Menschen ist das 'Qi' (Lebensenergie) in harmonischem Fluss, die Funktionen der Organe sind ungestört und kräftig, der Körper kann die pathogenen Faktoren abwehren. Durch Stress, Überarbeitung, unregelmässiges Essen, emotionale Belastungen etc., schwächen wir das Qi des Körpers, und es entsteht ein momentanes Ungleichgewicht zwischen dem schädlichen Einflüssen und dem Qi des Körpers. So kann bei einem stark geschwächten Qi bereits ein kleiner schädlicher Faktor eine Erkältung auslösen.

Nach Chinesischer Auffassung durchläuft eine Erkältung verschiedene Stadien. Im Frühstadium treten typische Symptome wie Halskratzen, ein erstes Frösteln, häufiges Niesen auf. In einer nächsten Phase dringt der pathogene Faktor tiefer in den Körper ein und es kommt zu Husten, Schnupfen, Fieber . Ziel der TCM ist es, Krankheitsentwicklungen frühzeitig zu erkennen, und mittels therapeutischen Impulsen, die sich anbahnenden Abweichungen zu korrigieren und die Balance wiederherzustellen.

Husten wird in Chinesisch mit zwei Zeichen geschrieben: Ke Sou. Ke bedeutet "mit Geräusch ohne Auswurf" und Sou bedeutet "mit Auswurf ohne Geräusch". Da der Husten oft eine Kombination von Geräusch und Auswurf ist, gehören Ke und Sou immer zusammen. In der TCM hat der Husten verschiedene Ursachen. Äusserlich Einflüsse wie Wetter, schlechte Luft, Durchzug, emotionelle Störungen wie Aufregung, Wut, Ärger und Angst sowie übermässiges Rauchen. Aber auch die falsche Ernährung kann Ursache für Husten sein: Übermässiger Alkoholkonsum, fettiges, kaltes oder zu scharfes Essen sind die Hauptgründe dafür. Zudem führen auch chronische organische Erkrankungen zum Husten, welche nicht nur mit dem Lungen-Funktionskreis zu tun haben, sondern auch durch Störungen anderer Organsysteme (Milzpankreas, Leber, Nieren) verursacht werden.

Am Anfang einer Erkältung oder Grippe kann eine Behandlung durch Schröpfen sehr gut helfen, den "eingedrungenen, bösen Durchzug oder die Kälte" auszuleiten.

Wer zu Erkältungen neigt, kann jetzt mit Akupunktur sein Immunsystem aktivieren.

Erforderlich sind acht bis zehn Sitzungen. Zur Abwehr viraler Erreger setzt die Chinesische Medizin auf wärmende Nahrungsmittel wie Ingwer, Zwiebel und Knoblauch. Es ist sinnvoll, jetzt viel Ingwer-Tee zu trinken. Gegen die ersten Fröstelattacken hilft auch Bewegung. Es ist nachgewiesen, dass Sport das Immunsystem stärkt. Aber bei den ersten Symptomen einer Erkältung sollte man pausieren und viel schlafen.

Tanken Sie jetzt auch eine Extraportion Obst und Gemüse. Die darin enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe sind ein Schutzschild gegen Keime. Trinken Sie mindestens zwei Liter Kräutertee, Mineralwasser oder Apfelsaft. So trocknen die Schleimhäute nicht aus und können Keime leichter abwehren.

Ein wirksames Rezept bei aufkommender Erkältung: Ingwertee

Ingwertee und Ingwerbäder werden in der chinesischen Medizin bei Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungen verordnet. Er stärkt die Mitte, indem er dafür sorgt, dass der Stoffwechsel ordentlich angeregt wird und somit auch das Immunsystem. Durch die Einnahme von Ingwer werden verstärkt die Abwehrstoffe im Körper ausgeschüttet, sodass Viren und Bakterien keine Chance haben. Mit täglich einem Becher Ingwertee können Sie für Ihre starke Mitte sorgen und wappnen sich gegenüber der kalten Jahreszeit.
Zubereitung: ca. 5 dünne Scheiben (2-5mm) der Ingwerwurzel schneiden und in einem Topf mit 2 Becher Leitungswasser ca. 15-20 Minuten bei geringer Hitze köcheln. Das ganze abseihen und mit 1 Löffel Honig/braunem Zucker süssen und schluckweise trinken. Das Süssen des Tees ist sehr wichtig, da der Ingwersud ansonsten viel zu scharf für die Magenschleimhaut wäre und dieser schaden könnte!

Rheuma aus Sicht der TCM

Rheuma ist die Volkskrankheit Nr. 1 in der Schweiz. Jeder fünfte Einwohner oder rund 1.5 Millionen Menschen in der Schweiz leiden unter rheumatischen Beschwerden. Meist sind die chronischen Erkrankungen mit starken Schmerzen in Muskeln und Gelenken verbunden. Die Schmerzen des Bewegungsapparats werden in der chinesischen Medizin als "Bi-Syndrome" bezeichnet. Der Ausdruck "Bi" bedeutet hierbei 'Verstopfung, Blockade'. Was nun beim Menschen dort im Krankheitsfall verstopft ist und Schmerzen verursacht, sind die Leitbahnen (Meridiane), in denen normalerweise die Lebensenergie, das 'Qi' gleichmässig und ständig fliessen muss. Schmerz bedeutet Stauung, Blockade dieses Qi. Das Qi fliesst in Harmonie mit ihren Anteilen an Yin und Yang auf Leitbahnen. Der Körper bezieht diese Lebensenergie u.a. über die Nahrung und Atmung.

Man unterscheidet mehrere Formen des Bi-Syndroms:

1. Bi-Syndrom mit starken Schmerzen, die durch Wärme gelindert werden. Die Ursache ist chronischer Kälteeinfluss.
2. Bi-Syndrom mit wandernden Schmerzen und Bewegungseinschränkung aufgrund von dauerndem Windeinfluss.
3. Bi-Syndrom mit dauerhaften Schmerzen und Schwere- sowie Trägheitsgefühl, das durch Feuchtigkeit bedingt ist.
4. Bi-Syndrom mit akuten entzündlichen Gelenkreaktionen - Schwellung, Rötung, Hitze - aufgrund einer Kombination von Kälte, Feuchtigkeit und Wind.

Diese verschiedenen Formen des Bi-Syndroms beruhen ursächlich auf einer Schwächung des Milz-Pankreas-Systems mit Schwäche des Abwehr - Qi. Da primär eine Schwäche vorhanden ist, beruht die Therapie auf einer Stärkung der Lebensenergie der geschwächten Organe durch Akupunktur und Moxibustion von stärkenden Punkten. Üblichweise werden auch Tuina-Massage, Heilkräuter, Schröpfen, Heilbäder, entsprechende Ernährung und geeignetes Körpertraining in der Behandlung von Rheuma verwendet, um Blockaden zu beheben und Energiefluss wieder zu harmonisieren. Diese Behandlung wird über längere Zeiträume durchgeführt.

Migräne, Kopfschmerzen - Akupunktur kann hilfreich sein

Die Ursachen der Kopfschmerzen:

1. Die neuropsychische Gründe

Wenn der Körper und die Seele von Aussen bösartig attackiert werden, bekommt man oft danach ein trauriges und verzweifeltes Gefühl. Dieses emotional schlimmes Gefühl kann sehr schnell zu Kopfschmerzen führen. Laut einer Umfrage haben 84% an Depression erkrankte Patienten die Symptome von Migräne. Wenn man im alltäglichen Leben oder bei der Arbeit sich unglücklich fühlt, sich verärgert oder sich übermässig Sorgen macht, kann man auch wegen dieser starken Gefühlsschwankung körperliches Unwohlsein bzw. Migräne bekommen.

2. Ernährungsprobleme

Übermässiger Konsum von Kaffe kann sowohl die Anspannung von Blutgefässen als auch die Belastung an Nerven verursachen, somit kann Migräne unter diesen Umständen sehr schnell ausbrechen.
Essen von sehr kaltem Eis kann auch zu Kopfschmerzen führen.
Bei Übermässigem Alkoholkonsum bewirkt Äthanol stark an Blutgefässen, so dass man auch davon Kopfschmerzen bekommen kann.
Experten haben herausgefunden, dass die folgende Nahrungsmittel Kopfschmerzen verursachen können: Schokolade, alkoholisierte Getränke, Rohmilchprodukte, Zitronensaft, Käse und Rotwein.

3. Schlafprobleme

Schlafprobleme sind die häufigsten Ursachen von Migräne. Schlafmangel ist oft ein grosser Grund von Kopfschmerzen.
Zuviel Stress bei der Arbeit kann auch ähnliche Symptome auslösen.

4. Bestimmte Krankheiten

Die Erkrankungen an Augen, Ohren, Nase, Nebenhöhlen, Zähne und Nacken können die Nerven sehr belasten. Diese Nervenreizung strahlt und reflektiert sich auf den gesamten Kopfbereich, so dass man zum Schluss Migräne bekommt.

5. Psychische und physische Ursachen

Bedrückter Zustand durch einen geschwollenen Körperteil kann auch die Ursache für Kopfschmerzen sein.
Muskelschrumpfung ist auch ein anderer Grund für Kopfschmerzen.
Direkte Reizung auf Sinnesnerven am Gesicht kann Kopfschmerzen ebenfalls auch auslösen.
Da die Ursachen der Kopfschmerzen und Migräne sehr unterschiedlich sind, soll der betroffene Patient auf keinen Fall selbst willkürlich sich verarzten, bzw. Medikamenten zu sich nehmen. Nur mit richtiger ärztlicher Anweisung kann man mit der Behandlung ein gutes Resultat erzielen.

Bei der TCM gliedert man die Kopfschmerzen, je nach den betroffenen Stellen, wie folgt zu verschiedenen Meridianen:

1. Die Schmerzen am Hinterkopf und am Nacken gehören zu TaiYan Meridian.

2. Beidseitige Kopfschmerzen gehören zu Shaoyang Meridian.

3. Verkapseltartige Schmerzen am ganzen Kopf gehören zu Taiyin Meridian (oft bei Erkrankung an der Feuchtichkeits-Noxe).

4. Wenn Kopfschmerzen so stark sind, dass die Schmerzen sich bis auf das Gehirn, die Zähne und das Gesicht ausbreiten, und dabei die Fingernägel auch blau werden, dann gehören diese Arten von Kopfschmerzen zu Shaoyin Meridian (oft passiert dies bei zu schwacher Yang-Energie und/oder bei der Ansammlung von innerer Kälte. (Aber dies ist jedoch ein seltener Fall).

5. Wenn die Schmerzen sich auf der Kopfhaut befinden, und von Erbrechen mit klarem Wasser begleitet werden, dann gehört diese Art von Kopfschmerzen zu Jueyin Meridian

Das Prinzip der TCM-Behandlung an Kopfschmerzen und Migräne ist basiert auf der TCM „Bian Zheng Shi Zhi“ – Theorie, d.h. der Diagnose und der Behandlung mit dialektischen Methoden - Diagnose und Behandlung begründet in einer supervisierenden Analyse aller Symptome und Zeichen, einschliesslich der Ursache, Natur und Lokalisation der Erkrankung und des physischen Zustandes des Patienten. Das Ziel ist, die betroffenen Meridianen zu befreien und die Energie sowie das Blut zu regenerieren. Lokales Akupunktieren mit ergänzender Stimulation an fern liegenden Akupunkturpunkten ist die kombinierte Behandlungsmethode.

Kopfschmerzen und Migräne zählen zu den Hauptanwendungen der Akupunktur. Etwa ein Drittel der im Westen mit Akupunktur behandelten Patienten leidet an Migräne oder Kopfschmerzen. Eine Untersuchung an 50 Patienten zeigt, dass 60% der Patienten dauerhaft schmerzfrei werden. 28% der Patienten gaben eine deutliche Besserung an, jedoch keine vollständige Schmerzfreiheit. Bei 12% konnte keine Änderung der Beschwerden festgestellt werden. 60% der Patienten waren nach 6 Monaten rezidivfrei. Ein Vergleich dieser Ergebnisse mit anderen klinischen Untersuchungen bestätigt die ausgezeichneten Therapieerfolge der Akupunkturtherapie bei Migräne und Kopfschmerzen. Die individuelle Auswahl der Akupunkturpunkte, eine klassische Sticktechnik mit manueller Stimulation der Nadeln und die Anzahl der Sitzungen sind für eine langanhaltende Beschwerdefreiheit von erheblicher Bedeutung.

TCM hilft gegen Depressionen

In der Schweiz leiden rund 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben an einer Depression. Noch weiter verbreitet ist eine abgemilderte Variante dieses Volksleidens: Fast jedem fünften Schweizer schlägt das trübe Wetter im Herbst aufs Gemüt. Saisonabhängige Depression (SAD) bedeutet schlechte Laune, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Lustlosigkeit. Die Traditionelle Chinesische Medizin versucht seelische Störungen mit Akupunktur, Kräutermedizin, Ernährung und Bewegung in den Griff zu bekommen.

Laut der chinesischen Medizin ist die Leber zuständig für das Fliessen der körperlichen Energie. Sorgen über einen längeren Zeitraum, Gedankenkreisen um eine bestimmte Angelegenheit und ausgedehnte, innerliche Wut stören die Leberfunktion und lassen die Energie nicht fliessen. Dadurch wird Leber-Stau und Qi-Stau hervorgerufen, was die ursprüngliche Ursache der Depression ist. Unter Qi versteht die TCM die universelle Lebensenergie. Des weitern entsteht auch Blutstau, weil Qi das Blut antreibt.

Wir empfehlen bei der Depression auf eine nährstoffreiche Ernährung und leichte Kost zu achten. Empfehlenswert sind eiweissreiche, Vitamin-B reiche Lebensmittel wie Milch, Eier, mageres Fleisch, Sojaprodukte, Obst, Gemüse, Fisch, Knoblauch, Kürbis, Haferflocken, Buchweizen und Muscheln. Zu vermeiden sind süsse, fette und scharfe Speisen.

Eine grosse Hilfe kann es sein, durch Leber-Meridian-Bewegung das Leber-Qi zu stärken. Wir empfehlen beispielsweise folgende Übungen: Eine Faust beim Einatmen gerade über den Kopf heben, dabei den Oberkörper nach oben ziehen. Oben die Finger spreizen, auf die Zehen stellen und einen 'Vogel fangen', dabei ausatmen und die Faust wieder nach unten führen. Fünfmal links und zweimal rechts üben, Linkshänder genau umgekehrt. Oder auch: Ausatmen. Beim Einatmen die Arme gerade nach oben heben und ihnen nachschauen, beim Ausatmen in einem Bogen seitlich senken.

Pollenallergien

Jeder fünfte Schweizerbürger(in) ist zeitweilig von der "allergischen Rhinitis", wie der Heuschnupfen medizinisch heisst, betroffen. Heuschnupfen ist eine wiederkerende saisionale allergische Krankheit. Die wichtigsten klinischen Symtome sind: laufende Nase, Tränen, Niesen, Juckreiz in den Augen und der Nase und Ödeme. Einige Menschen beklagen sich über verstopfte Nase, blockierten Ohren, starke Speicheproduktion oder Atembeschwerden.

Laut der chinesischen medizin ist der Frühling mit "Holz"-Element verbunden, welches ein enges Verhältnis mit der Leber hat. Das Auge ist die Körperöffnung der Leber. d.h. Der Zustand der Leber wiederspiegelt sich in den Augen. Klare, leuchtende Augen weisen auf eine intakte Leberenergie hin. Hingegen weisen tränende, geschwollene, juckende Augen, auf eine Störung dieser Energie hin. die Lunge, verbunden mit den Atemwegen öffnet sich in der Nase. Bei einer schwachen Lungenenergie verursacht das Einatmen der Pollen Niesen, laufende und juckende Nase. Die Haut wiederspiegelt den äusseren Zustand der Lungenenergie. Die Lungenenergie ist eng mit dem Dickdarm verbunden, daher während dieser Zeit gibt es vermehrt trockene Haut, Juckreiz und Verstopfung.

Das Behandlungsprinzip liegt in der Gleichgewichtsherstellung der Darm-Leber Funktion durch Akupunktur und chinesische Heilkräuter.
Ruhephase: Behandlung einmal wöchentlich 1-3 Monate vor Ausbruch der Pollenzeit zur Stärkung des Lungen-Qi's.
Akutphase: Während der Pollenzeit zweimal wöchentlich behandeln bis die Symptome verschwunden sind. danach nur noch einmal wöchentlich zur Stablisation.

Hier einige Tipps, um Heuschnupfen vorzubeugen und Symptome zu lindern.

1. verweilen Sie nicht zu lange in klimatisierten Räumen.
2. Schlafen Sie ausreichend und treiben Sie regelmässig Sport.
3. Vermeiden Sie Stress, sonst droht eine Verstärkung der Symptome.
4. Verzichten Sie möglichst auf Nikotin, da dies die Atemwege zusätzlich reizt.
5. Essen Sie vermehrt Gemüse, Früchte, Getreideprodukte, Pilze und trinken Sie viel Wasser, Fruchtsäfte und Tees, möglichst ungesüsst und wenig gesüsst.
6. Glacen und kalte Getränke schaden der Balance des Körpers.

Gelenkschmerzen und Arthrosen

Die Ursache des Knie-Gelenkschmerzes

Das Kniegelenk ist ein sehr komplexes Gelenk unseres Körpers. Dank seiner stabilen Konstruktion und Beweglichkeit kann es große Belastungen aushalten. Da der Knie-Gelenkschmerz nur zeitweise vorkommt, wird er oft von Patienten ignoriert oder fälschlicher Weise als eine Entzündung beurteilt. In Wirklichkeit gibt es viele Ursachen, die zu den Knie-Gelenkschmerzen führen können.

Im Normalfall entsteht der Gelenkschmerz oft nicht durch Verletzung. Langzeitige Unterkühlung und der dramatische Temperaturwechsel sind die zwei Hauptgründe für Gelenkschmerzen. Vor allem im Herbst, während des Klimawechsels, bei niedrigen Temperaturen und grossen Temperaturschwankungen ziehen die Muskulatur und die Blutgefässe sich oft automatisch zusammen, so dass man den Gelenkschmerz auch dadurch spürt. In diesem Fall sollte man sich möglichst erwärmen und z.B. die Methode des Warmwickelns anwenden. Selten sind die meisten Sportarten für diesen Fall noch hilfsreich. Die betroffenen Gelenke brauchen einfach Ruhe, um sich zu erholen. Falls der Gelenkschmerz nicht durch obige Methoden gelindert werden kann, muss man unbedingt einen Arzt für eine klare Diagnose konsultieren.

Die häufigsten Ursachen der Knie-Gelenkschmerzen sind:

1. Abnutzung des Fettpolsters
Das Fettpolster ist die Füllung im vorderen Zwischenraum des Kniegelenks. Seine Funktion ist die Stabilität des Gelenks zu gewährleisten und mögliche Reibungen zu minimieren. Die möglichen Ursachen der Abnutzung des Fettpolsters sind die Verletzungen und die langzeitige Reibung. Durch diese zwei Ursachen kann der Blutfluss innerhalb des Fettpolsters eingeschränkt werden, die Verdickung des Fettgewebes, die Entzündung und die Verklebung der Bänder entstehen und als Folge die Bewegung einschränken. Diese Art von Verletzung kommt sehr häufig bei 30ig-jährigen vor, da diese Gruppe Menschen sehr häufig Sportarten wie Laufen, Bergsteigen und Springen betreiben. Die betroffenen Patienten fühlen das Kniegelenk sehr schmerzen, insbesondere bei der Streckung, obwohl ihre Gelenkbewegung oft keine Einschränkung zeigt. Das Symptom kann sich nach einem stressigen Tag oft noch deutlich verschlimmern.

2. Verletzung des Meniskus
Die Verletzung des Meniskus kommt sehr oft unter den Sportlern vor. Der Meniskusriss entsteht in den meisten Fällen durch eine plötzliche Streckung nach innen oder außen bei einem leicht angewinkelten Kniegelenk, während zugleich die Beine mit Gewicht belastet sind und die Füße gerade an einer festen Position verharren. (z.B. beim Ballfang mit einem plötzlichen drehenden Sprung während des Volleyballspiels) Man fühlt bei der Verletzung ein Rissgefühl, danach den Schmerz am Gelenk. Als Folge wird die Gelenkbewegung durch Schmerzen eingeschränkt, so dass man sich nur hinkend fortbewegen kann. Hinzu kommen noch das ödem, das „ausgekugelte“ Gefühl und das Gelenkgeräusch bei der Bewegung.

3. Traumatische Synovitis des Knies
Der Schleimbeutel(Synavial) des Kniegelenks ist der Hauptteil des Kniegelenks. Die Zellen dort produzieren die Synovialflüssigkeit, um die Oberfläche der Knorpel zu schmieren, so dass der Bewegungsumfang des Gelenks möglichst groß ist. Die Verletzung und übermäßige Nutzung können die Schleimbeutel stressen bzw. verletzen, womit krankhafte Flüssigkeitsansammlungen verursacht werden. Der Druck innerhalb des Kniegelenks erhöht sich in diesem Zustand. Wenn dieser Druck nicht rechzeitig abgebaut wird, kann eine Verklebung innerhalb des Gelenks als Folge entstehen. In diesem Zustand empfinden die Patienten den Schmerz, die Schwellung, den Druckschmerz am Gelenk und das Reibungsgeräusch innerhalb des Schleimbeutels. Dieses Schmerzgefühl kann sich extrem steigern, wenn man gegen einen Widerstand das Knie zu voll ausstreckt.

4. Osteoarthritis des Kniegelenks
ältere Menschen, besonders Frauen erkranken am häufigsten an dieser Krankheit. Die Ursache liegt hierbei an der überbelastung. Die Symptome zeigen sich durch Schwellung, Schmerzen und manchmal auch als Reibungsgeräusch am Knie. Eine mögliche Verkrümmung nach innen mit begleitenden innenseitlichen Schmerzen kann auch bei dieser Krankheit vorkommen.

5. Bandverletzung am Knie
Die Stabilität des Knies ist bei leicht angewinkeltem Zustand sehr schlecht. 
Eine unerwartete plötzliche Attacke von außen ist oft die Ursache des Knievalgus oder –varus, wodurch die Bänder auch verletzt werden können. Häufig leiden die Patienten an der Verletzung von Innenbändern. Die betroffenen Patienten haben in diesen Fällen meist eine solche Unfallsgeschichte. Der Schmerz befindet sich an den Innenseiten des Beins und zeigt sich eher als ein Druckschmerz. Hinzu bekommen die Patienten noch Schwellungen und Blutergussflecken nach ein paar Tagen. Die Bewegung wird dadurch auch eingeschränkt.

Die durch die oben genannten fünf Verletzungen verursachten Knieschmerzen können nicht allein durch übung/Training beseitigt werden. Es ist zu empfehlen, dass Sie bei diesen Schmerzen sofort einen Facharzt aufsuchen, um den besten Zeitpunkt für eine erfolgreiche Behandlung nicht zu verpassen.

Die Schleimbeutelentzündung am Knie ist eine chemische Reaktion der in den Gelenkzwischenraum eingedrungenen Sekretflüssigkeit, die durch die Reizung am Schleimbeutel entstanden ist. Diese Krankheit kann sowohl durch eine mechanische Belastung als auch eine krankhafte Veränderung dieses Körperteils entstehen. In TCM führt man diese Krankheit unter der Kategorie „Lähmung“.

Bei älteren Menschen entsteht die Schleimbeutelentzündung häufig durch wiederkehrende Entzündungen an den Gelenkknochen. Die Degeneration des Knorpels und die Hyperostose verursachen mechanische, biochemische Reizungen am Gelenk und dadurch entstandene Ansammlungen, Ausfluss des Wassers sowie Schwellungen. Bei jüngeren Menschen liegen die Gründe dieser Krankheit oft bei akuten und chronischen Verletzungen. Die akuten Verletzungen sind z.B. die Verzerrung des Kniegelenks, Verletzung am Meniskus, an den Seitenbändern und der Kreuzbänder. In diesem Fall kann auch ein Bluterguss im Gelenk entstehen. Bei chronischer Verletzung am Schleimbeutel spielt ein starker Angriff von Wind, Kälte und Nässe eine wichtige Rolle. Diese ungünstigen Faktoren können nach gewisser Zeit das Knie zur Anschwellung führen, Funktionseinschränkungen und als Folge die chronische Knie Synovitis verursachen.


Beschwerden am Schultergelenk

Das Schultergelenk ist die Verbindung zwischen Arm und Oberkörper, die als die Basis der Armbewegung dient. Der Schmerz am Schultergelenk kann oft unsere einfachsten alltäglichen Armbewegungen wie z. B. Haarekämmen, Gesichtwaschen, Kleideranziehen erschweren. Die körperlich Arbeitenden, Sportler und ältere Menschen erkranken sehr oft an Schulterarthrose. Diese wiederkehrende und schwer zu behandelnde Krankheit wird sehr selten von uns ernst genommen. Mehr als 30% Patienten, die mehrmals an akuter Schulterarthrose erkranken, verarzten sich oft selbst, anstatt einen Facharzt aufzusuchen.

Die häufigsten Ursachen der Schultergelenkschmerzen:Tendinitis der Rotationsmanschetten / Schleimbeutelentzündung

Die häufigste Diagnose zu den Schultergelenkschmerzen:

1. Riss der Rotationsmanschetten
2. Abriss/Abrutschen der Rotationsmanschetten von dem Knochenteil, eine Operation ist in diesem Fall notwendig
3. Frozen Schulter / Schleimbeutelentzündung durch die Verklebung im Schultergelenk

Akupunktur und Schröpfen in der TCM und Physik-Therapie kann bei den folgenden Ursachen der Schultergelenkversteifung beste Behandlungsresultate erreichen:

1. Verkalkung durch Sehnenentzündung (Kalkschulter)
2. Kalziumablagerung in den Sehnen – Das passiert am häufigsten in den Rotationsmanschetten.
3. Instabilität des Schultergelenks
4. Die Laxheit des Schultergelenks durch seine Instabilität, die möglicherweise durch eine Verletzung entstanden oder angeboren ist.
5. Luxation des Schultergelenks
6. Eine Verletzung, die zu der Abtrennung von Arm und Schulterblatt führt
7. Abtrennung des Schultereckgelenks, - dies ist nicht das gleiche wie die Luxation des Schultergelenks
8. Bizepssehnenruptur
9. Proximale Bizepssehnenruptur

Periarthris, die auch als Frozen Schulter genannt wird, ist eine sehr häufig vorkommende infektionsfreie Entzündung im weichen Gewebe des Schulterbereichs. Diese Krankheit entsteht meistens durch Abnutzung. Der Beginn dieser Erkrankung zeigt sich durch die Abnutzung, Degeneration und wiederholende Reibung in den Geweben. In dieser Phase können der Bluterguss, die ödeme, der Ausfluss, die Verklebung und die Krämpfe in den weichen Geweben des Schulterbereichs entstehen.

Die Behandlungsziele fokussieren auf der Befreiung des Gelenkschmerzes, die Vermeidung der Gelenkschäden und die Verbesserung der Gelenkfunktion. Zu verschiedenen Erkrankungsphasen sollten verschiedene Behandlungsmethoden angewandt werden. Die konkreten Methoden sind:

1. durch verschiedene Akupunkturtechniken, die Blockaden der Meridianbahnen und die der Durchblutung zu befreien; Gleichzeitig soll der Energiefluss wieder belebt und die Körperfunktionen zum Normalzustand reguliert werden.

2. Mit der Methode des Schröpfens kann der Wind vertrieben werden, die Kälte aus dem Körper genommen, die Nässe beseitigt und die Meridianbahnen wieder von Blockaden befreit werden.


Arthrose an der Hüfte

Hier handelt sich um die Arthrose an Hüftknochen, die auch als hypertrophe Arthritis, Altersarthritis, degenerative Arthritis und Osteoarthritis genannt werden. Die primären Patienten sind übergewichtig und ab 50 Jahre alt. Die Verletzungen an ihren Hüftgelenken schreiten sehr langsam fort. In der Frühphase spürt man nur sehr leichte Beschwerden, die häufig nach der Bewegung auftreten und nach dem Ausruhen wieder schnell verschwinden. Der spürbare Schmerz im Ruhezustand hat oft mit dem erhöhten Druck innerhalb des Knochens zu tun. Dieser Schmerz kann sich durch die Aufnahme von Kälte und Feuchtigkeit an der Hüfte verschlimmern. Im schlimmsten Fall können die Patienten sich nur hinkend fortbewegen. Die Schmerzstellen befinden sich oft am vorderen oder seitlichen Bereich des Hüftgelenks, oder auch an der Innenseite des Oberschenkels. Der Schmerz kann in andere Bereiche des Körpers ausstrahlen, z.B. in Richtung der Ischiasnerven oder des Kniebereichs. Häufige begleitende Symptome sind z.B. die Versteifung am Morgen und im schlimmeren Fall die krankhafte Deformierung der Hüfte. Dabei spürt man oft auch den Muskelschmerz im Hüftbereich.

Außer der ganzkörperlichen primären Arthrose und der traumatischen Schleimbeutelentzündung bleibt die Blutsenkung bei dieser Krankheit meistens noch im Normalbereich. Im Röntgenbild sieht man die Verengung des Gelenkzwischenraums, die Verdickung des Hüftkopfs, die Verdickung und Verkürzung des Schenkelknochenhalses und die Kalkablagerungen im Verbindungsbereich zwischen Knochenkopf und Knochenhals. Dabei sind die Erhöhung der Knochendichte im oberen Bereich der Gelenkhöhle(Acetabular) und die Kalkablagerung(Osteophyten) sichtbar. An dem Hüftknochenkopf und der Gelenkhöhle sind auch die verschiedenen zystischen Veränderungen und die Knochenverhärtung zu sehen. Im schlimmeren Fall kann eine Luxation im oberen Bereich des Hüftknochenkopfs vorkommen. Manchmal schwimmt der Gelenkkörper einfach frei im Gelenk. Es gibt für diesen Fall keinen Nachweis über einen möglichen Blutmangel und Knochennekrose(Absterbung) dafür. Unter dem Mikroskop kann man auch den Bluterguss, Fibrosis im Knochenmark und die Verdickung der kleinen Knochenteile sehen. Dieses Krankheitsbild hängt stark mit der schlechten Durchblutung zusammen, obwohl es sich aber grundsätzlich von der Knochenabsterbung durch Blutmangel unterscheidet.

Die sekundäre Hüftarthrose entsteht u. a. oft durch die Hüftfraktur, Luxation, angeborene Dysplasie des Azetabulums, flat Hüfte, Hüftkopf Slip, avaskuläre Nekrose, Hüftinfektion und Rheumatoide Arthristis. Diese Krankheit kommt oft nur bei einem Hüftgelenk vor und kann sehr schnell fortschreiten. Es kommt vor allem sehr häufig bei jüngeren Menschen vor.

In TCM wird die Arthrose unter der Krankheitskategorie „Lähmung“ gegliedert. Die Ursachen sind die schwache Leber- und Nierenenergie, die Blockade am Energie- und Blutdurchfluss. In der Frühphase der Krankheit kann man Akupunktur und Schröpfen als Hauptbehandlungsmethoden anwenden, um die Stase der Durchblutung zu lösen und den Energiefluss wieder zu beleben.

Rücken und Nackenleiden

Unter dem Aspekt der TCM versteht man die Rücken- und Nackenschmerzen als “Abnutzung“ und „Bi-Syndrom“. Sie zählen zu den häufig vorkommenden und wiederkehrenden Krankheiten. Die Abnutzung schwächt die Nierenenergie und die geschwächte Nierenenergie begünstigt die Eindringung von äusseren Angriffen. Der Wind, die Kälte, die Nässe, die Stase und der Schleim sind die äusseren Angriffe. Darunter sind der Wind und die Kälte die zwei übelsten Feinde. Sie sammeln sich an dem Nieren-Meridian und konkurrieren mit der Hauptenergie. Wenn die Hauptenergie diese Angriffe nicht bekämpfen kann, dann entsteht Stase auf dem betroffenen Meridian. Als Folge entsteht die Stagnation im Energie- und Blutfluss, so dass die Energie und das Blut sich nicht mehr frei im Körper bewegen können. In diesem Zustand wird die Abwehrkraft geschwächt und man verliert die Energie zwischen Muskel und Haut. So erkrankt man sich an Wind und Kälte, und wird dadurch auch gelähmt. Die Darstellung dieses Krankheitsbildes ähnelt sehr Gelenkbeschwerden in der modernen westlichen Medizin. Die Entzündung und deren Fortschritt können die Empfindungsnerven nicht nur mit Reizung belasten sondern auch mechanisch, so dass man unter dem Schmerzgefühlt leidet. Das bedeutet genau wie bei der TCM-Theorie „Stase verursacht Schmerzen“.

Die Behandlungsmethoden der TCM bei Rücken- und Nackenschmerzen sind: Akupunktur, Schröpfen, Massage und Moxibustion.

Das Prinzip der Akupunktur

Unter dem Aspekt der TCM versteht man, dass die Meridiane der Fortbewegungsbahnen die Energie(Qi) und das Blut sind. Sie verbinden sich nach innen mit den Organen, nach aussen mit den Gliedern und Gelenken. Gleichzeitig vernetzen sie sich von innen nach aussen und von oben nach unten durch den ganzen Körper. Wenn die äusseren Angriffe/Gifte auf den Meridianen ankommen, kann die Stagnation des Energie- und Blutflusses sowie die Stase auf den Meridianen ausgelöst werden. Als Folge verursacht diese Stase die Schmerzen. Die Akupunktur kann den Wind und die Kälte vertreiben. Gleichzeitig erzeugt sie die Wärme, um Nässe zu bekämpfen. Die Austreibung von angesammelter Hitze kann die Meridianbahnen wieder befreien. Die Akupunkturmethoden der Wiederbelebung von Energie und Blut können das schmerzlindernde Heilungsziel sehr gut erreichen.

Das Prinzip der Tuina-Massage

Tuina ist eine vom Arzt angewandte Massage-Technik, um die Muskelschmerzen zu lindern. Während auftretender Muskelkrämpfe kann der Körper auf einmal zu viel Milchsäure produzieren und dies verursacht diese Muskelschmerzen. Tuina-Massage hilft den lokalen Blutgefässen sich aufzuwärmen bzw. zu erweitern und damit die Durchblutung schnell zu verbessern. Die verbesserte Durchblutung fördert dann einen besseren Stoffwechsel und die Schmerzen können dadurch gelindert werden.

Tuina-Massage ist eine hervorragende Behandlungsmethode für bestimmte Rückenschmerzen, wie z. B. Abnutzung von Rückenmuskulatur, Rückenmuskel Fasciitis, akute Verzerrung der Rückenmuskulatur und weitere Rückenschmerzen, die durch übermässige Ansammlung von Milchsäure durch die Muskelkrämpfe verursacht sind.

Die drei Ursachen von Rücken- und Nackenbeschwerden aus der Sicht der westlichen Medizin

Seit langer Zeit denkt man, dass die Hauptursache von Rücken- und Nackenschmerzen am Bandscheibenvorfall liegt. Nun in Wirklichkeit haben die von dieser Krankheit verursachten Rücken- und Nackenbeschwerden nur einen Anteil von 10% aller Krankheitsfälle mit der Beschwerden von Rücken- und Nackenschmerzen.

Nach der aktuellsten Statistik gibt es mehr als 10 Ursachen, die die Rücken- und Nackenschmerzen auslösen können. Wir können sie in 3 Kategorien untergliedern:

1. Die krankhafte Veränderung der Knochen, Gelenke und Weichteile, insbesondere die krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule und deren Gewebe in der Nähe: Dies umfasst u. a. die akute Verzerrung der Rückenmuskulatur, den Bandscheibenvorfall, die Funktionsstörung der kleinen Gelenke an der Lendenwirbelsäule, das Spondylitis ankylosans, das Spondylolisthesis, die lumbale Spinalkanalstenose, die Spinal Fraktur, die lumbale Osteoporose, die Bandverletzung, die interspinose Bandverletzung, die Abnutzung der Rückenmuskulatur, die Schmerzen von Fasciitis und die angeborene Wirbelsäulendeformierung.

2. Die von inneren erkrankten Organen verursachten Schmerzen und die von akuten/ chronischen Entzündungen der Wirbelsäule und von Tumoren verursachten Schmerzen. Als Beispiel sind die Nierenkrankheiten, die krankhafte Veränderung der Prostata und die damit verbundenen Angstzustände, die krankhafte Veränderung des Beckenbereichs, der Gebärmutter und des gynäkologischen Bereichs bei Frauen, die chronische Pankreatitis, die Diabetes bei Frauen, Gicht, die koronare Herzkrankheit, die retroperitonealen Läsionen, das kindliche Magen-Darm-Geschwür, die Entzündung an der Wirbelsäule und des naheliegenden Gewebes, die Tumorerkrankungen.

3. Psychische Erkrankungen, wie z.B. Hysterie und Depressionen ausgelöst durch Tumore. Der Kern des Behandlungserfolges ist die klare Abklärung der Krankheitsursache: Deswegen sollen wir bei Problemen mit Rücken- und Nackenschmerzen nicht zu sorglos umgehen. Aber wir sollen auch die Hoffnung auf Heilung nicht zu früh aufgeben. Das wichtigste ist, die richtige Ursache der Krankheit herauszufinden. Nur wenn die genaue Krankheitsursache abgeklärt ist, kann eine Behandlung beste Resultate erzielen.